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Maker Spaces

Innovative Kreativwerkstätten im ländlichen Raum

Ähnlich wie bei Coworking Spaces, gibt es die Idee, für praktische, handwerkliche Tätigkeiten Kreativwerkstätten, auch „Maker Spaces“ genannt, zu schaffen. Das sind Räume mit Ausrüstung, Geräten und Werkzeugen zum Selbermachen, zum Ausprobieren und Hand anlegen. Handwerker, Gestalter, kreative Köpfe, Unternehmensgründer und ehrenamtliche „Macher“ können in diesen Orten gemeinsam voneinander lernen, sich verknüpfen, kreativ Neues erschaffen und ihre Fertigkeiten an junge Menschen weitergeben. Genau diesen Ansatz wollen drei Initiativen in mehreren Orten im ländlichen Raum in Sachsen mit unterschiedlichen Vorhaben realisieren.

Die drei Projekte »Tradition weiterspinnen – digitale Hutzenstuben«, »Maker Hubs als lokale Innovationsräume im ländlichen Raum« sowie »Mini-Maker-Faires im ländlichen Raum« werden im Zeitraum August 2022 bis Dezember 2023 realisiert.

Die Vernetzung der geförderten Projekte als Modellprojekte des simul⁺InnovationHub trägt zum Austausch mit weiteren Partnern bei. Sie soll auch die Bekanntheit dieser innovativen Ansätze in den Regionen befördern.

Der Freistaat Sachsen unterstützt sie dabei mit Fördermitteln der Richtlinie „Besondere Regionale Initiativen“. Mit diesem Programm fördert das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung seit Juni 2021 Projekte in Sachsen, die innovative Ansätze mit überregionaler Bedeutung entwickeln oder umsetzen. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB).

Staatsminister Thomas Schmidt überreichte am 22. August 2022 in Oederan die drei Zuwendungsbescheide an die Vereine »Auf weiter Flur e. V.«, »Kreatives Chemnitz« und »Maker e. V.«.

»Die Verknüpfung von praktischen Fähigkeiten und handwerklichen Traditionen mit kreativem Erfindergeist und digitalen Anwendungen birgt ein hohes Potenzial für die regionale Entwicklung«, betonte Staatsminister Thomas Schmidt.

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(© Heiko Vogt)
4 Personen posieren für ein Foto. 3 Personen halten ein Blatt Papier in der Hand.
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(© Heiko Vogt)

Vorstellung des Klein-Erzgebirges durch den Vereinsvorsitzenden, Herrn Horst Drichelt

2 Männer stehen vor einer Miniatur Modelllandschaft. Einer der Männer erklärt etwas.

Folgende spannende Impulse verbergen sich hinter den drei Modellprojekten

Der Verein »Auf weiter Flur e.V.« aus Augustusburg möchte mit seinem Projekt »Tradition weiterspinnen – digitale Hutzenstuben« fünf Orte mit besonderer Handwerkstradition auswählen. Mit Workshops, der Ausstattung von Arbeitsplätzen und öffentlichen Veranstaltungen werden dort lokale Vereine unterstützt, traditionelles Handwerk weiterzuentwickeln und mit digitalen Techniken zu verbinden. Insbesondere Jugendliche sind eingeladen, sich auszuprobieren. Der Freistaat unterstützt dieses Projekt mit 197 700 Euro. Das Werkstatthaus »Kleines Erzgebirge« in Oederan wird einer dieser Orte sein, an dem das Vorhaben verwirklicht wird.

Der Verein »Kreatives Chemnitz, der Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Chemnitz und Umgebung e. V.«, will mit seinem Projekt »Maker Hubs als lokale Innovationsräume im ländlichen Raum« an fünf weiteren Orten die Einrichtung von sogenannten Maker Hubs anschieben. Maker Hubs sind kreative Zentren, die Macher verbinden. Hier sollen sich Designer, Künstler, Forscher sowie Menschen mit Ideen bei Veranstaltungen treffen und gemeinsam vielfältige Projekte umsetzen, Wissen austauschen, Produkte und Prototypen entwickeln. Die Maker Hubs werden offene, experimentelle Werk- und Lernräume sein, die die Möglichkeit für die Umsetzung eigener Ideen und Projekte bieten. Dafür erhält der Chemnitzer Verein eine Förderung in Höhe von 187 074 Euro.

Mit dem Vorhaben »Mini-Maker-Faires im ländlichen Raum« wird der Maker e. V. aus Chemnitz an fünf verschiedenen Orten im ländlichen Raum familienfreundliche Festivals, sogenannte »Mini-Maker-Faires«, organisieren. Auf einer Maker Faire können die Besucher innovative und moderne Technologien und Techniken wie Gravieren CNC-Fräsen, 3D-Druck, Upcycling von Reststoffen, Metallgießen, Holz bearbeiten oder Siebdruck ausprobieren. Mitmachen und Anfassen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Daneben gibt es ein kulturelles Rahmenprogramm und digitale Formate. Kinder und Jugendliche werden mit zahlreichen Mitmachangeboten niedrigschwellig und spielerisch an Technik, Naturwissenschaften und Handwerk herangeführt. Dafür erhält der Verein eine Förderung in Höhe von 199 600 Euro.

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