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Smart Fly

Sind in Sachsen bald Flugtaxis unterwegs?

Flugtaxi über Karte des Freistaates Sachsen mit blauen Markierungen © Phase 10

Der Prozess der Urbanisierung schreitet immer weiter voran. Infolge dieser Entwicklung wird der Funktionsraum für die bisher bekannten Formen der Mobilität zunehmend geringer. Dies fordert neue Formen der Mobilität sowohl in den Städten, jedoch auch für ländliche Regionen, um den Anschluss an (Groß-)städte zu garantieren.

Zunächst in einer Vorstudie wollen die phase10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH aus Freiberg sowie die TU Dresden Möglichkeiten untersuchen, wie Flugtaxis in bestehende Verkehrssysteme Sachsens integriert und wirtschaftlich genutzt werden können. An der Studie sind das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik, das Institut für Luftfahrt und Logistik sowie die Arbeitsgruppe Wissensarchitektur der TU Dresden beteiligt. Gemeinsam mit phase10 werden sie in dem Projekt »SmartFly - Konzept für die intelligente Integration und wirtschaftliche Nutzung von Flugtaxis in Sachsen« ein innovatives, skalierbares Betriebs- und Infrastrukturkonzept für den wirtschaftlichen Einsatz von Flugtaxis erarbeiten.

Ziel ist eine nachhaltige, intermodale Erweiterung in der Modellregion Mitteldeutschland. Die Vorstudie analysiert herstellerunabhängig die auf den Kurzstreckenverkehr in Metropolen oder Metropolregionen mit überlasteter bodengebundener Verkehrsinfrastruktur abzielenden Flugtaxiangebote. Im Fokus steht die Beantwortung der Fragen:

  • Wie lassen sich Flugtaxi-Angebote auf ein Betriebskonzept mit Mittelstreckenverkehr in einem Flächenland zur Verbindung von ländlichen Regionen und Ballungszentren übertragen?
  • Wie können mit Flugtaxis ein Beitrag zu einem klimafreundlichen, leistungsfähigen, multimodalen Gesamtverkehrssystem geleistet werden?

Als ergänzendes Mobilitätsangebot könnten Flugtaxis somit künftig als weitere flexible Bedienform in Ergänzung bestehender Angebote wie CarSharing, RidePooling oder anderer Mobilitätsdienstleistungen zur Anwendung kommen.

Diese Verlagerung der Mobilitätsangebote hin zu Lösungen mit alternativen und klimafreundlichen Antriebsformen sowie Bedienkonzepten ist auch Ziel der Sächsischen Staatsregierung. Aus diesem Grund unterstützt der Freistaat Sachsen die Erarbeitung der Studie mit rund 278.000 Euro. Das Projekt wird finanziert auf Grundlage des Beschlusses des Sächsischen Landtages zum Doppelhaushalt 2021/2022.

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