12.06.2019

Zukunft Holzwirtschaft – sprechen wir darüber

Saal HWK Dresden werkstatt
© WFS

2. simul+ Werkstatt zum Thema Holz in der Handwerkskammer Dresden

Holz gehört zu den in der menschlichen Entwicklung am längsten genutzten Werkstoffen. Seine besonderen Eigenschaften haben zu einer vielseitigen Verwendung geführt, wozu nicht nur langlebige Bauwerke sondern auch Werkzeuge, Einrichtungsgegenstände und Artikel des täglichen Bedarfs gehören. Holz beweist heute seine hohe Vielseitigkeit und ist nicht nur Werkstoff sondern auch Rohstoff für industrielle Anwendungen, ein nachhaltiger Energieträger und bindet das CO2 aus der Luft.

Die vielfältige Nutzung hat zu umfangreichen Wertschöpfungsketten geführt und ist dadurch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Holz stellt jedoch hohe Anforderungen bei der Nutzung. Gut ausgebildete Fachkräfte und ein kontinuierlicher Prozess des Informations- und Wissensaustausches sind wesentliche Faktoren für die Weiterentwicklung bestehender und den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten.

Aufgrund der überaus hohen Bedeutung des Themas lud das SMUL mit seinen Partnern am 12. Juni 2019 zur bereits zweiten simul+ Werkstatt Holz unter dem Titel "Zukunft Holzwirtschaft – sprechen wir darüber" in die Handwerkskammer Dresden.

Namhafte Referenten stellten neueste Ergebnisse der Holzforschung vor. Moderne Technologien finden immer stärker Anwendung. Intelligente IT-Lösungen helfen beim effizienten Einsatz von Holz als Baustoff. Moderne ERP-Systeme sorgen für eine optimale Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen und die Verringerung von Abfall in den Wertschöpfungsprozessen.

Durch neue Verarbeitungsverfahren entstehen für Holz weitere Anwendungsfelder. Vor den Unternehmen stehen ganz praktische Fragen nach notwendigen Anpassungen, der Beherrschung neuer Technologien sowie der Digitalisierung oder der Gewinnung von Fachkräften.

In sechs spezifischen Workshops diskutierten die Teilnehmer daher darüber, wie sich durch neue Technologien Fachkräfte gewinnen lassen, wie die Digitalisierung neue Potenziale für zukünftige Projekte eröffnet und wie neue Materialkombinationen den zukünftigen Einsatz von Holz beeinflussen können.

Die rund 40 Teilnehmer aus Unternehmerschaft und Forschungseinrichtungen, darunter auch Holzproduzenten, Anwender und Vertreter der öffentlichen Verwaltung tauschten sich rege aus und verständigten sich, den Dialog zwischen allen Partnern der Wertschöpfungskette noch intensiver führen zu wollen, um in Zukunft die Potenziale von Holz als nachhaltigen Werkstoff deutlich besser auszuschöpfen.