SPAteN
Sächsisches Projekt zum Abbau technisch entbehrlicher Normen im Wohnungsbau
| Projekttitel | SPAteN: Sächsisches Projekt zum Abbau technisch entbehrlicher Normen im Wohnungsbau |
| Umsetzungszeitraum | Dezember 2025 - Dezember 2026 (Projektphase) |
| Auftragnehmer |
Technische Universität Dresden
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| Handlungsfeld | Entbürokratisierung |
Der Wohnungsbau in Sachsen ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig gehört Deutschland im internationalen Vergleich zu den Ländern mit den meisten und komplexesten baurechtlichen und technischen Normen. Eine Reduzierung bzw. Vereinfachung von Normen und Regelungen birgt das Potenzial, Wohnraum mit geringerem bürokratischen Aufwand zu schaffen - günstiger und effizienter.
Das Sächsische Projekt zum Abbau technisch entbehrlicher Normen im Wohnungsbau (SPAteN) greift dieses Potential unmittelbar auf. Ziel des Projekts ist es, konkrete Vorschläge zum Bürokratieabbau im Wohnungsbau (Neubau & Bestand) zu entwickeln. Dabei sollen bürokratische Hemmnisse im Wohnungsbau systematisch identifiziert, deren Auswirkungen auf die Praxis analysiert und konkrete, umsetzbare Lösungsvorschläge entwickelt werden. Zentral ist, dass die am Wohnungsbau beteiligten Akteure aktiv einbezogen werden. Im Fokus stehen sowohl die Perspektiven institutioneller Akteure als auch die Erfahrungen und Einschätzungen von Praktikern aus verschiedenen Bereichen des Wohnungsbaus. Durchgeführt wird das Projekt vom »LAB Wissensarchitektur« und dem »Institut für Baubetriebswesen« der Technischen Universität Dresden.
Phase I: Sammeln und Clustern bürokratischer Hemmnisse
SPAteN wird in zwei Phasen umgesetzt. In der ersten Phase erfolgt die Identifikation von Problemen, die durch überbordende Bürokratie verursacht werden. Neben einer umfassenden und systematischen Dokumentenrecherche werden Stellungnahmen sächsischer institutioneller Akteure eingeholt und leitfadengestützte Interviews mit Praktikern aus verschiedenen Akteursgruppen mit Blick auf den Wohnungsbau durchgeführt, um praxisnahe Einblicke unmittelbar Betroffener zu gewinnen. Auf Basis der Erhebungsphase erfolgt eine systematische Auswertung aller gewonnenen Daten. Die identifizierten bürokratischen Probleme und Hemmnisse werden kategorisiert und in thematische Handlungsfelder geclustert. Die Auswertungen dienen als inhaltliche Grundlage für Phase II.
Phase II: Entwickeln von Lösungsvorschlägen und Dokumentation
In der zweiten Phase werden die in Phase I identifizierten Hemmnisse und Problemlagen in Arbeitsgruppen analysiert und darauf aufbauend konkrete Lösungsvorschläge entwickelt. Dabei sollen die identifizierten und geclusterten Themen durch Fachexperten aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und diskutiert werden, um eine Einordnung, Bewertung sowie Priorisierung der identifizierten Problemlagen zu erarbeiten. Im Ergebnis sollen mindestens 25 Lösungsvorschläge in den Kategorien Vorschriftenabbau, Vorschriftenvereinfachung und Verfahrensbeschleunigung entstehen.
Die Lösungsvorschläge dienen dem Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung anschließend als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage.