Ein prototypischer Marktplatz der Daten
| Projekttitel | Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel |
| Umsetzungszeitraum | August 2026 - Januar 2027 (in Umsetzung) |
| Projektpartner |
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| Art der Förderung | Einzelfallförderung |
| Höhe der Förderung | 150.000 EUR |
| Handlungsfeld | Smarte Regionen und Digitale Daseinsvorsorge | Regionale Wertschöpfung |
Die Industrieregion Südwestsachsen befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der insbesondere durch die Transformation der Automobilindustrie und den demografischen Wandel geprägt ist. Trotz eines branchenübergreifend hohen Aufkommens operativer Daten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bleibt dieses Datenpotenzial häufig unerschlossen. Gründe hierfür sind fehlende technische Infrastrukturen und mangelnde analytische Kompetenzen im Zusammenspiel mit hohen regulatorischen Anforderungen. Ein etablierter regionaler Rahmen für den sicheren und vertrauenswürdigen Datenaustausch zwischen Unternehmen, Verwaltung und wissenschaftlichen Einrichtungen ist bislang nicht vorhanden.
Wie können Künstliche Intelligenz und Daten im Mittelstand konkret nutzbar werden?
Deshalb zielt das Modellprojekt darauf ab, die regionalen Kompetenzen im Bereich datenbasierter Wertschöpfung und KI zu bündeln und modellhaft in die Praxis zu überführen. Kernpunkte sind:
- Regionaler Datenraum: Erprobung eines interoperablen, anbieterneutralen regionalen Datenraums für den sicheren Austausch von Daten und Services zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen (»Marktplatz der Daten«).
- Realexperimente: Durchführung von mindestens vier konkreten KI-Anwendungsfällen, bei denen KMU als Erprobungsräume beteiligt sind (z. B. automatisierte Dokumentenverarbeitung, Qualitätskontrolle). Jedes Realexperiment durchläuft einen strukturierten Prozess von der Anforderungsanalyse über die Datenaufbereitung und Modellentwicklung bis zum Test unter Realbedingungen.
- Kompetenzaufbau: Stärkung der Daten- und KI-Kompetenz bei regionalen Akteuren durch Veranstaltungsformate sowie durch die Etablierung eines »Transferlabors Datenraum.KI« im ubineum der WHZ.
Mit dem Projekt soll modellhaft untersucht und aufgezeigt werden, wie regionale KMU niedrigschwelligen Zugang zu KI-Technologien und Dateninfrastrukturen erhalten können und wie dies zu einer Verkürzung der Innovationszyklen und Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit beitragen kann. Die Ergebnisse des Projekts werden in den Prozess des Masterplans Chemnitz/Südwestsachsen eingebracht und in die Fläche getragen, um den Strukturwandel aktiv zu unterstützen. Das Projekt dient zudem als Pilot für souveräne regionale Datenökosysteme in Sachsen.