16.04.2026

Innovationsforum »Smarte Städte und Regionen«

Ministerin Kraushaar steht an einem Rednerpult und hält eine Rede. Im Hintergrund ist eine Leinwand zu sehen.
© Alexander Schmidt - Punctum Fotografie GmbH

Am 16. April 2026 lebte das Carlowitz-Congresscenter in Chemnitz. Hier trafen sich Köpfe aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und verschiedenen Innovationsnetzwerken. Auf dem simul⁺ meets futureSAX Innovationsforum »Smarte Städte und Regionen« drehte sich alles um die zentrale Frage: Wie können wir unsere Städte und Regionen mit intelligenten Ideen und Lösungen nicht nur zukunftsfähig, sondern auch nachhaltig und wirklich lebenswert gestalten?

Die erste gemeinsame Veranstaltung des simul+InnovatioHub des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung und der Innovationsplattform futureSAX war ein echtes Highlight – mit einem abwechslungsreichen Programm aus interessanten Fachimpulsen, lebendigem Erfahrungsaustausch, praxisnahen Innovationen und vielen Gelegenheiten zum Vernetzen.

Staatsministerin Regina Kraushaar eröffnete mit einem klaren Appell. Bei allen smarten Lösungen müsse stets der Mensch im Mittelpunkt stehen – in der Stadt wie auf dem Land. Der Freistaat Sachsens verstehe sich dabei vor allem als aktiver Möglichmacher. Daran anknüpfend gab Marc Danneberg (Leiter Public Sector bei Bitkom e. V.) in seiner Keynote »Digitale Daseinsvorsorge als Zukunftsaufgabe« nicht nur einen thematischen Überblick, sondern stellte auch den Smart City Index 2025 vor. In diesem Ranking werden 83 deutsche Städte verglichen – und Sachsen hat Grund zum Jubeln, denn Leipzig schaffte den Sprung auf Platz 9 und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Dresden fährt mit Platz 18 ein insgesamt gutes Ergebnis ein.

»Nicht jede Kommune muss ein Modellprojekt sein – aber jede kann von den Erfahrungen anderer lernen«, so Ministerin Kraushaar in ihrem Grußwort. Genau dieses Lernen stand im Anschluss im Mittelpunkt. In einer Diskussionsrunde berichteten die vier vom Bund geförderten Modellprojekte »Smart Cities« aus Dresden, Brandis/Partheland, Leipzig und Zwönitz von ihren Erfahrungen. Dabei kristallisierte sich heraus, dass smarte Städte und Regionen vor allem durch integrierte Ansätze entstehen. Sie sind ein gemeinsamer, kontinuierlicher Prozess und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ist entscheidend für die Akzeptanz und den Erfolg.

Ein besonderer Programmpunkt war der Blick auf den »Digitalen Zwilling Sachsen«. Präsident Ronny Zienert (Landesamt für Geobasisinformationen) erklärte eindrücklich, wie dieses geplante, intelligente und digitale Abbild des Freistaats künftig Bürgerinnen, Unternehmen und Behörden dabei unterstützen soll, komplexe raumbezogene Fragen optimal zu beantworten.

Anschließend wurde es interaktiv. In den Pitch-Sessions zu »Smart Energy & Infrastructure« und »Smart Building & Living« präsentierten Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen in kurzen, präzisen Impulsen ihre innovativen Lösungen – von KI-gestützten Steuerungssystemen bis hin zu digitalen Services für Wohnen und Gesundheit. Einblicke in europäisch geförderte Spitzenforschung aus Sachsen erhielten die Teilnehmer der Pitch-Session »On the Road to Innovation – Wasserstoff und Mobilität«, einer Veranstaltungsreihe des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus.

Neben den Fachinhalten war der persönliche Austausch das Herzstück des Tages. Im Ausstellungsbereich fanden sich an 35 Ständen die unterschiedlichsten Akteure zusammen. Es wurden Kontakte geknüpft, Ideen diskutiert und gemeinsam an neuen Lösungen getüftelt.

Gemäß dem simul+Leitsatz »Menschen verbinden. Regionen entwickeln. Zukunft gestalten.« nehmen auch wir viele Impulse, neue Kontakte und konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung smarter Städte und Regionen in Sachsen mit. Ein besonderer Dank gilt dem Team von futureSAX für die gemeinsame Vorbereitung und Umsetzung des Innovationsforums.

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