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29.03.2017 simul+Forum »Sachsen hebt seine Schätze«

Auf dem simul+Forum »Sachsen hebt seine Schätze« präsentierten am 29. März 2017 das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und das Oberbergamt (OBA) im Beisein von Staatsminister Thomas Schmidt und Wirtschaftsminister Martin Dulig die Ergebnisse des Pilotprojektes »ROHSA 3.1«.

Das Projekt ROHSA 3 (Rohstoffdaten Sachsens) ist ein Schlüsselprojekt der Sächsischen Rohstoffstrategie und wird vom LfULG und dem OBA bearbeitet. Ziel des Projektes ist die systematische Erfassung, Sicherung und Verfügbarmachung aller relevanten – auch in Archiven Dritter vorhandenen – rohstoffgeologischen Daten für Spate und Erze im Freistaat Sachsen.

Staatsminister Thomas Schmidt begrüßt die Teilnehmer des simul+Forums.

Daten über den geologischen Aufbau des Untergrundes sind eine entscheidende Informationsbasis - nicht nur für die Rohstoffwirtschaft, sondern auch für die Raumplanung und Infrastrukturgroßprojekte. In Verbindung mit den neuen Möglichkeiten der Datenauswertung bieten sie eine wertvolle Grundlage für die geologische Landesaufnahme.

Im Rahmen von ROHSA 3.1 wurde eine Vielzahl von Daten erfasst und digitalisiert.

Neben der Bereitstellung von Dokumenten und Karten in digitaler Form werden im Pilotprojekt ROHSA 3.1 ein geologisches 3D-Modell und eine Rohstoffprognose erstellt.

Da mit dem Pilotprojekt methodisch Neuland zu betreten war, wurde zunächst ein circa 740 km2 großes Gebiet im mittleren Erzgebirge bearbeitet, welches über ein hohes Rohstoffpotenzial verfügt. Es wurden vorhandene geologische und rohstoffspezifische Daten gesucht, erfasst, digitalisiert und bedarfsgerecht aufbereitet. Für diese umfangreichen Datenmengen mussten aber auch Prozesse automatisiert und komplexe Datenverarbeitungssysteme weiter- bzw. neu entwickelt werden - bis hin zu einer »Geologie 4.0«, die die Daten schließlich auch bedarfsgerecht für Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft bereitstellen kann.

Plakatwände und Ausstellungsvitrinen boten zusätzliche Informationen zu den Hintergründen des Pilotprojekts.

Plakatwände und Ausstellungsvitrinen boten zusätzliche Informationen zu den Hintergründen des Projekts.

Letztlich dient das Projekt der Rohstoffsicherung sowie der Attraktivitätssteigerung des Standortes Sachsen für den einheimischen und internationalen Bergbau, insbesondere auf Spate und Erze. Es liefert einerseits einmalige Datengrundlagen für wissenschaftliche Fragestellungen und raumplanerische Entscheidungen und andererseits steigert es die Expertise der Behörden des Freistaates Sachsen.

Gruppenbild aller Referenten der Veranstaltung.

Gruppenbild aller Referenten der Veranstaltung.

Seit 2017 erfolgt mit dem Projekt ROHSA 3.2 die Fortführung der im Rahmen von ROHSA 3.1 bereits begonnenen Aufarbeitung. Bis 2018 soll nun ein ca. 2.100 km² großes Gebiet bearbeitet werden, welches das Gebiet von ROHSA 3.1 vollständig umschließt.

 

Fotos: SMUL/LfULG

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